04/10/22

Zwischenfazit nach 8 Tagen Hostel in Bangkok

Die ersten 7 Tage verbrachte ich in einem eher gehobenen Ketten-Hostel namens Bed Station Khao San. Der typische Gast bzw. »Traveller« in diesem Hostel – ich sage bewusst nicht »Backpacker«, denn echte Backpacker gibt es hier keine – ist Anfang 20, gibt sich etwas hippster-isch eitel und geht, nachdem er sich tagsĂŒber vor allem am Handy, am Pool oder in der Gegend rund um das Hostel aufgehalten hat, abends auf die Khao San Road, um Party zu machen. Des Weiteren besucht er gerne chinesische Shoppingcenter; das Reisebudget ist fĂŒr ihn kein großes Thema.

FĂŒr ein paar Tage war dieses Hostel mit dem o.g. Traveller-Stereotypen (Ausnahmen bestĂ€tigen die Regel) vollkommen ok, auch wenn sich die GesprĂ€che immer um die gleichen Fragen drehen: Woher kommst du? Seit wann bist du schon hier? Wie lange bleibst du? Wohin gehst du?

Was ich nicht fĂŒr möglich gehalten hĂ€tte, ist, dass hier fast alle das gleiche machen bzw. vorhaben:

  • 7 von 10 Leuten sind nur kurz, etwa 2-3 Tage, in Bangkok und reisen dann zĂŒgig in den Norden Thailands nach Chiang Mai (Jungle Trekking, Mae Hong Son Loop) und von dort weiter nach Pai (Hippie-Nest). Anschließend geht es mit dem Flieger in den SĂŒden, um noch ein paar Inseln zu sehen, Pflicht ist natĂŒrlich der Besuch der Full Moon Party auf Kho Phangan.
  • 2 von 10 Leuten zieht es nach einem Kurzaufenthalt in Bangkok gleich in den SĂŒden auf die Inseln, den Rest halten sie fĂŒr Zeitverschwendung
  • 1 von 10 ist auf der Durchreise nach Vietnam, Indonesien usw. oder auf dem Heimweg.

Als ich heute mit Toen, meinem Kumpel aus Holland, darĂŒber sprach, versuchte er mir etwas Hoffnung zu machen und meinte, dass ich in Chang Mai ja vielleicht ein paar Leute treffe, die nach Laos reisen.

Die Thais sagen hier: „Wer den Norden nicht gesehen hat, hat Thailand nicht gesehen“. Umso schöner ist es, dass viele Traveller in den Norden reisen, wenn auch schon zu Beginn unter einem gewissen Zeitdruck, wenn in 30 Tagen (Visum) auch noch der SĂŒden bereist werden soll. Nach meinem Empfinden wird man sich so in einem knappen Monat nur einen oberflĂ€chlichen Überblick der Touristen-Hotspots verschaffen, aber das muss natĂŒrlich jeder selber wissen, was er mit seiner Zeit anfĂ€ngt und wieviel Hektik er vertrĂ€gt.

Nach 7 Tagen im Bed Station Hostel Khao San wollte ich nochmal einen anderen Vibe und eine andere Gegend erleben und zog in ein gut gefĂŒhrtes Budgethostel, das Born Free Hostel, um. Dazu spĂ€ter dann mehr.

 

30/09/22

Ein gebrauchter Abend in Bangkok

Heute landeten wir nach einem langen Tag in Bangkok mit sehr schwĂŒlem Wetter in einer zwielichtigen Weed Bar namens KhaosanSocial. Ein Amerikaner aus Colorado namens Mitch, den ich im Hostel kennenlernte, wurde im Vorbeigehen auf die Bar aufmerksam und wollte dort in ungezwungener AtmosphĂ€re mit seiner Gitarre ein paar Country Songs zum Besten geben. Er ist bekennender Buddhist und lĂ€uft im Hostel immer mit einer großen Perlenkette herum. Mitch hat viel Erfahrung mit Musik, das spĂŒrt man, er animiert selbst Fremde zum mitsingen und versammelt Leute um sich herum als wĂ€re es die einfachste Sache der Welt. Er erzĂ€hlte, er ist schon durch die Staaten getourt und vielerorts als FolksĂ€nger aufgetreten.

Auch Teun, 24, aus Holland ist mit dabei, mit ihm habe ich die letzten Tage viel unternommen, ein sehr angenehmer Zeitgenosse, ich traf ihn gleich am 1. oder 2. Tag im Hostel und nun wollen wir einen Teil unserer Reise durch den Norden (Kanchanaburi, Chiang Mai, Pai) gemeinsam bewĂ€ltigen. Auch Teun spielt gut Gitarre und so waren es an diesem Abend zwei Gitarristen und zufĂ€llig auch eine hĂŒbsche Deutsche mit einer richtig fetzigen Stimme.

In der Bar gab es eine Auswahl an Gras in verschiedenen GlĂ€sern. Die Stimmung war bestens und so orderte ich ein wohlriechendes Zeug, das einen deutlich hochwertigeren Eindruck machte als das Zeug was mir schon in Hinterstuben der Khao Sao Road angeboten wurde, zu lĂ€cherlich ĂŒberzogenen Preisen, versteht sich – ein uraltes, rattengiftverseuchtes Zeug, dass an CBD erinnert, wohl teilweise lokal angebaut oder aus Indien. Die Sorte, die ich in der Bar aussuchte, nannte sich Suri. An diesem schönen Abend in angenehmer AtmosphĂ€re war ich bereit fĂŒr einen Joint und Suri. Dummerweise machte ich nur einen groben Fehler: Und zwar hatte ich an diesem Abend meine beiden GehirnhĂ€lften im Hostel gelassen. Aus mir unerklĂ€rlichen GrĂŒnden versĂ€umte ich es bei diesem GeschĂ€ft darauf zu achten, dass die von mir an der Theke ausgesuchte Sorte, Suri, auch sogleich in meinen HĂ€nden landet und ich mir meinen Joint selber baue. Stattdessen verlor ich Suri und alles weitere was von Bedeutung gewesen wĂ€re aus den Augen und konzentrierte mich auf meine neuen Freunde aus dem Hostel. Wenig spĂ€ter ĂŒbergab mir ein hagerer Typ einen etwas kĂŒmmerlich aussehenden Stengel, den ich mir schließlich ansteckte. Was von Suri letztlich tatsĂ€chlich in meinem Joint landete, weiss ich nicht; wenn ich spekulieren mĂŒsste, wĂŒrde ich sagen: Nichts.

Die ganze Stadt ist von der Mafia durchseucht, das wird einem schnell klar. Es gibt hier einen schon jahrzehntelang andauernden beliebten Tuk Tuk-Scam, auf den nicht wenige Touristen/Backpacker hereinfallen. Maßschneider (bzw. Maß-nehmer), Juweliere, „Regierungs-“Touristinfo und ReisebĂŒros, Massagesalons, Tuk Tuk Taxis, Ping Pong-Shows usw., das hĂ€ngt hier alles zusammen und Touristen/Backpacker, die das nicht checken, mĂŒssen dieses Nichtwissen oft teuer bezahlen. Man sollte in Bangkok nicht jedem vertrauen, schon gar nicht Leuten, die einen auf der Straße in ein GesprĂ€ch verwickeln und sich als Lehrer oder Polizisten ausgeben. Aber das versteht sich mit etwas Erfahrung eig. von selbst.

Die Stimmung im KhaosanSocial war dank Mitch und Teun klasse, ich rauchte ungefĂ€hr den halben Joint und fĂŒr einen Moment war alles bestens bis sich plötzlich ein ungutes GefĂŒhl in mir breit machte. Etwas verĂ€nderte sich von Innen heraus und ich fĂŒhlte mich auf einmal nicht mehr wohl in der Umgebung und nicht mehr Herr meiner Sinne, was wohl daran lag, dass mich das Zeug wie aus dem Nichts wie ein Faustschlag ins Gesicht erwischte und das war kein gutes Zeichen, denn es ging gerade erst los. Ich realisierte, dass der weitere Abend sehr ĂŒbel werden wĂŒrde, wenn ich diesen Trip nicht schnellstens in den Griff kriege, denn ich entwickelte bereits paranoide Gedanken und verfiel zunehmend in Panik. Einige qualvolle Minuten vergingen. Es ging in diesem Umfeld gar nicht fĂŒr mich. Ich sah zu, dass ich schnellstmöglich Land gewinne und aus dem Laden verschwinde und verabschiedete mich eilig von meinen Freunden. Es fiel mir schwer zu stehen oder auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ich taumelte aus der Bar und musste draussen noch zahlen, als ich einen weiteren groben Fehler beging: In einem seltenen Moment von Überheblichkeit zockte ich beim Bezahlen die Drogenbaronin des KhaosanSocial ab. Die Frau, die mir vor 30 Minuten noch minderwertiges Gras verkauft hatte, musste von der anderen Straßenseite Wechselgeld besorgen, um damit meinen großen Schein begleichen zu können. Als die Drogenbaronin mit dem Wechselgeld von 680 Baht schließlich vor mir auftaucht, stecke ich mir die Kohle in die Tasche und behaupte in einem Anflug von Arroganz und Leichtsinn, dass ich ihr meinen Schein bereits lĂ€ngst ĂŒbergeben hĂ€tte, was so nicht stimmte. Sie reagiert verdutzt und das darauf folgende kurze Wortgefecht und eine allgemeine Verwirrung bei der sie sogar anfĂ€ngt ihr eigenes Geld zu zĂ€hlen, nutze ich kurzerhand, um mich aus dem Staub zu machen.

Ich taumele in den nĂ€chsten 7-11 Shop nebenan und besorge mir eine Flasche Wasser aus der ich einen halben Schluck nehme und die Flasche dann irgendwo ĂĄbstelle. Ich habe gerade 680 Baht Schmerzensgeld dafĂŒr erhalten, dass mir an einem eig. vielversprechenden Abend ein paar BetrĂŒger einen gepantschten, schlechten Joint/Drogencocktail untergejubelt haben. Ohne Bewusstsein und ohne Plan lief ich die Straße hinunter, nicht annĂ€hernd in der Lage meine Kartenapp zu bedienen, geschweige denn zu verstehen wo ich mich gerade befinde. Es mĂŒssen um die 500m Fußweg gewesen sein bis plötzlich ein aufgebracht wirkender Typ aus der Drogenbar hinter mir auftaucht. Mit voller Überzeugung serviere ich ihm die gleiche Geschichte noch einmal ins Gesicht und zu meiner Überraschung verschwindet er ohne große Diskussion wieder in der Nacht. Komische Sache, denke ich mir. SpĂ€testens ab diesem Moment habe ich ein ungutes GefĂŒhl was diese Wechselgeldgeschichte angeht. Man sollte sich hier nicht mit den Falschen anlegen. Und schon gar nicht will ich meine Freunde unnötig in Schwierigkeiten bringen.

Ich laufe weiter und fĂŒhle mich wie kurz vor dem Knockout. Der Trip könnte schlimmer nicht sein, ein echter Höllentrip; orientierungslos geht es durch das ranzige Viertel, eine Viertelstunde vergeht, dann noch eine, ich lege eine Sitzpause ein und starre apathisch vor mich hin. In einem Moment kommt mir der Gedanke, dass so etwas »Cherry« passiert sein muss als er in Kambodscha im Rausch die Kontrolle verlor, kollabierte und gnadenlos beklaut wurde, seine GoPro und einiges an Bargeld verlor. Über Kambodscha habe ich in den letzten Tagen von anderen Backpackern schon die eine oder andere ĂŒble Geschichte gehört. Es ist nicht schwer einem naiven Backpacker ein paar Tropfen ins GetrĂ€nk zu mixen oder ihm einen schlechten Joint unterzujubeln, um ihn anschließend nach dem K.O. seine wenigen Habseligkeiten zu rauben. Das ist schon krass assozial und feige, denke ich mir.

In genau so eine prekĂ€re Situation habe ich mich heute Abend verfrachtet. Wie sorglos naiv kann man sein mit einem Rucksack, darin 500€ in bar, Digitalkamera, Objektive, iPad Pro, Geldbeutel, weiteres Bargeld, Kreditkarte, Zimmerkarte, Handy usw. nachts durch Bangkok zu laufen, wenn man gleichzeitig nicht in der Lage ist fĂŒr sich selbst zu sorgen und sich auf den Beinen zu halten. Ich realisiere, dass ich gerade sehr stark an einer Neuauflage von »Cherrys« einprĂ€gsamer Geschichte arbeite und meine SĂŒdostasienreise hier und heute endet, wenn ich es zulasse, dass mich dieses Zeug gleich umhaut oder jemand hinter mir her ist. Ich versuche mich zu konzentrieren und irgendwie meine Stimmung aufzuhellen. Wo zum Geier bin ich und wie schaffe ich es in mein Hostel zu kommen?

Mir kommt ein Gedanke: Mir fehlt zwar die Orientierung, aber solange ich es schaffe mich auf den Beinen zu halten und einfach weiterzulaufen, kann mir eigentlich nicht viel passieren, selbst wenn ich bis in die Randbezirke Bangkoks die ganze Nacht durchlaufe, bis zum Sonnenaufgang, das wĂŒrde ich schon irgendwie schaffen. Das macht mich auf der Stelle etwas zuversichtlicher und die Stimmung wird etwas besser.

Nach einer weiteren halben Stunde zu Fuß geht es mir nochmals deutlich besser und ich schaffe es das Navi auf meinem Handy zu starten. Der Weg durch die immernoch pulsierende Stadt kommt mir nun etwa so vor wie die Rolle in einem Videospiel in dem ich mich alleine gegen ein paar Schurken durchschlagen muss. Mit jedem kleinen Erfolg, mit jeder Abbiegung, die ich richtig nehme, geht es mir besser. Schließlich komme ich im Hostel an, Gott sei Dank habe ich ausgerechnet heute ein Einzelzimmer gebucht, um mich von dem Partyvolk zu erholen. Als ich die ZimmertĂŒr hinter mir schließe, hellt sich meine Stimmung schlagartig auf, endlich in Sicherheit, vor allem auch vor mir selbst. Hier brennt heute nichts mehr an. Ich mache Musik an und schreibe einen Eintrag in mein Blog: »Ein gebrauchter Abend in Bangkok«. Schlafen werde ich heute Nacht nicht mehr.

On The Road
Abendliches VorglĂŒhen im Hostel
Die legendÀre (2020 renovierte) Khao San Road
Khao San Road…
…hier wird einem alles angedreht was man als Backpacker braucht: in Hinterhöfen zusammengeschusterte MaßanzĂŒge, schlechtes, mit Rattengift verseuchtes Gras, Pussy-Ping-Pong Shows, verdorbenes Krokodil am Spiess, Tuk Tuk Kaffeefahrten zum nĂ€chsten Schneider, Juwelier, ReisebĂŒro uvm.
Khao San Road am spÀten Nachmittag. Erst wenn es dunkel wird, geht es hier richtig los.
Eine der vielen Bars auf der Khao San Road
Streetfood Thai-Style
Linienboot auf dem Chao Phraya Fluss
Unbezahlbarer weil kostenloser Blick vom Icon Siam Shoppingcenter in Richtung Mahanakhon Tower und Lebua State Tower (Hangover 2)
Chinatown
Chinatown Stand
Parade in Chinatown
Coming soon to a country near you
Eindeutig angekommen auf dem Banana Pancake Trail
Chatuchak Wochenendmarkt, der grĂ¶ĂŸte Trödelmarkt in SĂŒdostasien
Chatuchak Secondhand Laden
Schnapper
Überall gibt es frische Smoothies fĂŒr 1€ – 1,50€
Bangkok-typischer Bastlerladen
Sasha

22/09/22

Die Reise beginnt

Reisen ist etwas Besonderes, vor allem wenn es auf die Langstrecke geht. Auf diesen Routen trifft man die verschiedensten Leute und hört die interessantesten Geschichten. Dass es heute im Flieger von Berlin nach Singapur/Bangkok vor Backpackern nur so wimmeln wĂŒrde, war mir eigentlich von vornherein klar. Denn Scoot ist ein klassischer Billigflieger ohne jeden Schnickschnack. Das heißt vor allem auch: keine verwöhnten Businesskunden und Pauschaltouristen, sondern ĂŒberwiegend Abenteurer, Backpacker, Nomaden, SparfĂŒchse. Und diese Backpacker sind jung, fast alle in ihren 20ern, viele kleine 2er und 3er Gruppen und manche sogar von Mutti persönlich zum Check-in Counter gebracht. Dort gibt es von Mutti noch die Ansage, dass – wenn das Hostel wirklich so abgefuckt ist, wie es auf den Bildern aussieht – es kein Problem wĂ€re noch 150€ zu ĂŒberweisen, um damit etwas besseres zu buchen. Geflogen wird heute in einem nagelneuen Boeing 787 Dreamliner mit ca. 330 PlĂ€tzen. Kein einziger Platz bleibt frei, was angesichts meines Flugpreises von 197€ bis Bangkok (nur HandgepĂ€ck) kein Wunder ist. Einen Fensterplatz habe ich diesmal leider nicht zugelost bekommen, die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr lag bei max. 2/9 (3 Sitzreihen mit je 3 PlĂ€tzen, 2 Fenster), die ca. 20€ Aufpreis war mir die Aussicht nicht wert, aber ich sitze gut und wir landen in Singapur ohnehin im dunkeln.

Die Stimmung an Bord ist angenehm locker, jeder hier ist irgendwohin unterwegs und das oft fĂŒr Monate oder gar Jahre. Zwischen Berlin und Singapur, dem Tor nach ganz Asien und Ozeanien, liegen nur 13 Stunden, aber die Möglichkeiten, die man von hier aus hat, sind gefĂŒhlt so viel grĂ¶ĂŸer; als ich in Singapur ankomme und auf die Abflugtafel schaue, reibe ich mir verblĂŒfft die Augen – Melbourne, Manila, Hong Kong, Bali, Chennai, Dhaka, Seoul, Osaka, Cebu, Phuket, Auckland, Brunei, Vancouver, Hanoi, Brisbane, L.A. etc. pp – Sehnsuchtsorte ohne Ende und viele davon in nur wenigen Stunden erreichbar.

Schon in Berlin treffe ich eine junge Finnin, die nach Perth, Australien zu ihrem Verlobten reist, um dort mit ihm zusammen ein neues Leben aufzubauen. Ihre Liebsten hat sie in Finnland zurĂŒckgelassen, ihr rostiges Auto verkauft. Wir reden ĂŒber Finnland, Familie und das nicht immer einfache Leben in Australien. Solche Geschichten faszinieren mich. Ich kenne solche PlĂ€ne nur zu gut aus meinem eigenen Leben, wenn auch etwas anders. Das Leben ist: vor allem eine Reise.

BER am Morgen – auf geht‘s!
Zwischenstopp in Singapur

Vorbereitungen

13/09/22

Wegwerfflug gebucht

Von den NachbarlĂ€ndern Thailands reizt mich Laos besonders. Warum weiß ich nicht, vielleicht liegt es an der Idee sich nach GrenzĂŒberquerung mit dem Slowboat zwei Tage lang den Mekong herunter bis nach Luang Prabang, Laos treiben zu lassen, oder an der Abgeschiedenheit vieler Dörfer entlang der nördlichen Backpackerroute Richtung Vietnam, den vielen Geschichten die man schon ĂŒber Vang Vieng gehört hat etc. Jedenfalls bin ich nun stolzer Besitzer eines Flugtickets von Bangkok nach Luang Prabang fĂŒr Ende Oktober, Kostenpunkt ca. 50€, wird vermutlich nur als Wegwerfticket dienen. 

09/09/22

Die Sache mit dem RĂŒckflug

Um in Thailand einreisen zu können, benötigt man i.d.R. schon beim Boarding den Nachweis eines RĂŒckflug- oder Weiterflugtickets. An dieser Stelle wird es fĂŒr Backpacker, die nur ein One-Way-Ticket haben und ĂŒber Land weiterreisen wollen immer etwas knifflig. Man weiß zwar wie lange man sich vor Ort mit Visum ungefĂ€hr aufhalten kann/darf, möchte sich aber ungern schon vorher zu Zeiten und möglichen Reiserouten festlegen. Denn das ist ja der Sinn einer solchen Reise, im Moment zu leben, sich treiben zu lassen, ohne Zeithorizont, spontan nach GefĂŒhl zu entscheiden und sich zB auch die Möglichkeit offenzuhalten sich anderen Leuten auf ihrer Reise anzuschließen.

Um die Einreisebedingungen zu erfĂŒllen, braucht es daher einen möglichst gĂŒnstigen Weiter- bzw. Wegwerfflug, den man im Zweifel verfallen lĂ€sst, wenn man mit Bus oder Bahn ins nĂ€chste Land weiterreist. Hierzu gibt es verschiedene Optionen, wie zB Onward Tickets, wo ein Ticket nur fĂŒr einen bestimmten Zeitraum reserviert wird. Das Einzige was ich bisher gebucht habe ist der Hinflug und das Hostel in Bangkok. Ich muss also die nĂ€chsten Tage noch schauen welcher Flug von Thailand nach ??? den Zweck „gĂŒnstig + möglicher Backup-Reiseplan“ fĂŒr mich am besten erfĂŒllt.

06/09/22 

Essensreste

Der Sommer verging wie im Flug und nun sind es nur noch zwei Wochen, die mir fĂŒr die Reisevorbereitung bleiben, denn am 20.9. geht es schon los Richtung Flughafen. Es gibt noch viel zu tun, u.a. die SteuererklĂ€rung, Klassentreffen und der Abschluss diverser Bauprojekte. FĂŒr einige Monate konnte ich mein WG-Zimmer untervermieten, was das Reisebudget wunderbar entlastet, was aber auch heißt, dass ich meine Sachen noch ausrĂ€umen und zwischenlagern muss. Außerdem habe ich aus den letzten Wochen noch viele Lebensmittel, die noch verbraucht werden mĂŒssen, schon verrĂŒckt was sich ĂŒber die Zeit so ansammelt!

#RestekĂŒche

Banana Pancake Trail 🍌 ĂŒberwintern in SĂŒdostasien – Tagebuch

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