In den letzten zwei Jahren habe ich mich so stark verändert, dass ich mich manchmal frage, wo mich der eingeschlagene Weg in Zukunft noch hinführen wird. 2020 markierte den Beginn eines langen Aufwachprozesses als ich begann Programmierfehler und Risse in der Matrix zu erkennen und zu hinterfragen und schließlich die schwer verdauliche rote Pille schluckte, die meine Sichtweise auf die „Welt“ für immer veränderte und mich im Sommer 2020 weg von der Großstadt, angehäuftem Wohlstand und einer sehr lieb gewonnenen Beziehung führte – zuerst auf eine portugiesische Insel, danach nach Fehmarn, Afrika (2021) und schließlich zurück in meine Heimatstadt in ein linksgrünes Altbau-Studentenwohnprojekt. Mit zunehmenden Abstand fühlt sich dieser neue Blick auf die Welt erfrischender und wie ein Privileg an. Das Leben besteht manchmal aus unvorhersehbaren Wendungen und Schlüsselmomenten und man wird sich dadurch zwangsläufig verändern. In den aktuellen Zeiten, die von Umwälzungen geprägt sind, scheinen die Möglichkeiten für persönliches und spirituelles Wachstum sehr groß. Persönlich spüre ich oft das Verlangen nach Vertiefung der schon lange andauernden Reise zu mir selbst, der Verbindung zu meinem Schöpfer und geistigen Führer und der Suche was mir wirklich wichtig ist im Leben und wofür ich stehen will. Ich will frei sein, frei von allen menschengemachten Regeln, Prägungen und Mustern. Die Hippies in den 60ern und 70ern lagen damals verdammt richtig mit dem wofür sie standen, für Freiheit, Liebe, Verständnis und Toleranz, all das würde der heutigen Welt sehr gut tun. Die Welt benötigt eine neue große Welle dieser Kultur.

Von April bis Juli 2021 reiste ich einige Monate nach Namibia und Tansania. Eigentlich wollte ich ursprünglich die klassische Südostasien-Route Thailand-Laos-Vietnam-Kambodscha-Thailand bereisen, aber das war seit März 2020 nicht mehr möglich, also entschied ich mich nach Monaten des Abwägens und Anpassens auf die neue weltweite Lage für eine Reise nach Afrika. Vor Ort stellte sich heraus, dass viele das genauso taten, ich traf unterwegs vor allem Langzeit-Reisende – Deutsche, Schweizer, Briten, Israelis, Amerikaner, Südamerikaner, manche davon schon seit Jahren auf Reisen. Ich erinnere mich an einen Chilenen im 80er Discohemd, der aus Richtung Asien kommend noch die ganze Westküste Afrikas bereisen wollte und dafür Jahre eingeplant hatte.

Im Frühjahr 2021 hatte Namibia immernoch mit einem massiven Einbruch des Tourismus zu kämpfen und viele Dinge änderten sich – viele Lodges und Tourismusbetriebe mussten schließen (es gab meines Wissens keinerlei Hilfen), die Armut nahm sichtbar zu und die Nationalparks hatten große Probleme mit der Bezahlung von Personal und der Bekämpfung von Wilderei. Zudem startete im Tourismussektor gerade die Impfagenda. Viele beklagten die fehlenden deutschen Touristen und baten mich in Deutschland für Namibia zu werben. Wir hatten für 5 Wochen einen Mietwagen geliehen und waren in manchen Lodges, Campgrounds und sogar Nationalparks die einzigen Gäste. Teilweise fuhren wir stundenlang ohne ein einziges anderes Auto zu sehen, was auch an der dünnen Besiedlung liegt, vor allem im Süden und Nordwesten. Dieser Trip war nicht nur eine gefühlte Reise zurück in die „alte Normalität“ vor 2020 (ohne Maskenzombies, Denunzianten und sonstige Ordnungsfanatiker), was wunderbar war, sondern wirkte für mich auch wie eine Befreiung von alten Normen und Denkmustern. In Deutschland galten wir noch fast als Staatsfeinde, weil wir es wagten auf Reisen zu gehen in einer Zeit der von oben gepredigten Vorsicht und Solidarität. Einmal raus aus der EU war das aber kein Thema mehr. Rückblickend war es die beste Entscheidung dies zu machen, denn eine Pause von dem seit 2020 in Europa andauernden Coronafetisch war seit langem nötig und überfällig und es stellte sich heraus, dass man es einfach nur tun musste.

Das alles liegt jetzt einige Monate zurück und es gibt seitdem viele neue Erkenntnisse. Es gibt einen Krieg in der Ukraine und Europa und die Nato werden endgültig zum Spielball der jüdischen Endzeitsekte. Letztes Jahr um diese Zeit sind noch einige mir bekannte Engländer von Tansania über die Ukraine zurück in den UK gereist, um so die Unterbringung in einem überteuerten Quarantänehotel zu umgehen, mittlerweile wäre das undenkbar. Vieles bleibt unklar und man weiß nicht was die Zukunft bringt, aber wenn ich in diesen Zeiten eines raten würde, dann wäre es voll und ganz seinem Bauchgefühl und Herzen zu folgen, nicht abzuwarten, sondern seine Ideen und Träume zu verwirklichen, wenn man diese hat, besonders wenn es Reisepläne sind. Wer weiß, wie lange man noch so frei reisen kann, wie wir es lange für selbstverständlich hielten. Also ab nach draussen, man sieht sich „on the road“ – möglicherweise in ein paar Monaten dann auf der Südostasien-Route!

Angekommen in der Kalahari Wüste…
…kommt gleich das typische Afrika Feeling auf
Chalets der Bagatelle Kalahari Game Ranch
Nichtsahnend wollten wir am 2. Tag den Sundowner genießen…
…als dieses Pärchen am Wasserloch erschien, um ein Bad zu nehmen
„Into the wild“ auf der Kalahari Game Ranch
Siedelweber-Nest, Bagatelle Kalahari Game Ranch
Köcherbaumwald bei Keetmanshoop
Köcherbaum im Giants Playground bei Keetmanshoop
Der Giants Playground wurde im Quivertree Forest Rest Camp nur beiläufig erwähnt, die 5 km extra Fahrt vom Camp lohnen sich definitiv
Am Straßenrand versteckte ein Erdmännchen seine Nüsse
Canyon Farm Yard auf dem Weg zum Fish River Canyon
…hier gab es nicht nur kühle Drinks und Eis, sondern auch guten Kaffee und Apfelstrudel
Frühstück am Fish River Canyon
Gibt es etwas niedlicheres als 9 watschelnde Straußenbabies?
Fahrt durch die Namib Wüste
Das verschlafene Nest „Aus“ vor Lüderitz
Überall begegnete uns eine surreale Farbenwelt
Verlassener Bahnhof irgendwo im Nirgendwo auf dem Weg nach Lüderitz
Garub Train Station
Angeblich fährt hier wöchentlich noch ein Zug durch. Ob jemals jemand zusteigt, ist die Frage.
Mondlandschaft bei Lüderitz
Kolmannskuppe – in dieser Geisterstadt schürft man noch heute Diamanten
Kolmannskuppe mit dem ehemaligen Wohnlager der Diamantenschürfer im Hintergund
Eine Geisterstadt die im Sand versinkt
Relikte aus der Vergangenheit von Deutsch-Südwest
Kolmannskoppe – ehemalige Wohnhäuser der Privilegierten
Die deutsche Architektur ist unverkennbar
Oryxantilopen im Namib Naukluft Nationalpark
Schotterstraße Richtung Mars
Wir bekamen den Tipp möglichst früh die ca. 60 km von der Sesriem Campsite ins Sossusvlei zu fahren, um vorher noch den Sonnenaufgang von der Dune 45 zu sehen. Der Weg nach oben war zäh.
Oben angekommen, war der Sonnenaufgang ein unvergessliches Erlebnis
Blick von der Düne 45, ca. 7 Uhr morgens
Namibia in einem Bild
Sossusvlei wenige Wochen nach dem Regen
Das berühmte Deadvlei am Morgen
Deadvlei „von oben“
Ein Paradies für Fotografen, vor allem mit den Schatten am Morgen
Deadvlei – ausser ein paar ukrainischen Instagrammerinnen war da niemand…
Ein Ort den jeder einmal erlebt haben sollte
Blick vom Deadvlei Richtung Sossusvlei
Sonnenuntergang von der Elim Düne
Das Wüstenschloss Duwisib wurde während der Zeit von Deutsch-Südwest um 1907-09 vom Dresdner Hansheinrich von Wolf (und seiner Frau Jayta) erbaut, der einige Jahre später im 1. Weltkrieg an der Westfront fiel – eine sehr tragische Geschichte, fast sinnbildlich für den Verlauf der deutschen Geschichte seit dem Ende des Kaiserreichs
Tropic of Capricorn – der südlichste Breitengrad, an dem die Sonne zur Mittagszeit direkt über dem Kopf erscheinen kann
Gamsberg Pass – die Tücken dieser Bergetappe hatten mich vorher etwas beschäftigt, der Pass war aber an diesem Tag gut zu fahren
Gamsberg Pass am Abend
Gamsberg Pass Wildcamping – hier schlugen wir unser Nachtlager auf
Ameib Ranch, Elephant Head Hike
Felsmalerei auf der Ameib Ranch
Henties Bay, eine Stadt auf Sand gebaut
Strand nördlich von Henties Bay
„Irgendwo da draussen muss ein Schiffswrack sein…“
„…ah, da ist es!“
Der Fischtrawler Zeila lief 2008 vor Henties Bay auf Grund, just for fun wollte ich schon an Bord schwimmen, entschied mich aber wegen der rauen See dagegen. Abends erfuhr ich von einem Angler, dass es an der Küste vor Haien nur so wimmelt.
Die Kreuzkap-Gang
Ugab Terrassen – sie erinnerten mich an Monument Valley in Utah
Im Etosha Nationalpark verbrachten wir 2 Tage
Giraffe X-ing
Zebrafamilie
Immer sehr neugierig diese Zebras
Die Tiere kommen gut miteinander aus, warum schaffen es die Menschen nicht?
1. Reihe Sitzplatz am Wasserloch (Halali Camp)
5 Wochen intensives Fahren bescherten uns zwei Steinschläge und einen Platten. Pro-Tipp: Bei der Einweisung für Reifenwechsel gut zuhören!
Im Norden gibt es auch viel grün – perfekte Lebensbedinungen für diese Impalas
Im Mudumu Nationalpark war ich seit Tagen der erste Besucher und blieb mit dem Allrad im Tiefsand stecken – dafür konnte Ich auch aus nächster Nähe Elefanten beobachten – unvergessliche Momente
Mudumu Bewohner
Man sollte immer etwas schauen wohin man tritt in Namibia, auf dem Campingplatz hatte ich auch eine Begegnung mit einer Cobra
Hippo Pool, Mudumu Nationalpark
Abendlicher Blick zum „Hippo Pool“ vor der Ndhovu Safari Lodge
Kleiner Ehestreit bei Familie Hippopotamus
Buffalo Skull
Klippschliefer, Waterberg Wilderness
Preisfrage: Zu welchem Tier gehört dieser Fußabdruck?
Reisebericht Namibia – Traumurlaub während der Pandemie

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